NeuroomNet
Verbindung zur Aussenwelt
Schnittstellen sind Verbindungen, die dem System erst den Sinn geben. Dabei entscheidet unserer Meinung nach nicht nur die Anzahl der unterstützten Schnittstellen über die Qualität eines Systems sondern vor allem wie externe Geräte oder Systeme über diese Schnittstellen verbunden werden, sprich wie umfassend oder komfortabel man über diese Schnittstellen kommunizieren kann.
KNX
KNX ist ein System zur Gebäudeautomation (alte Bezeichnung EIB). Über den Bus werden Aktoren und Sensoren per Zweidrahtleitung verbunden. Sensoren sind beispielsweise Schalter, Dimmer, Bewegungsmelder oder Temperaturfühler. Aktoren können zum Beilspiel Lampen, Jalousien oder Dimmaktoren sein. Schickt nun ein Sensor ein Telegramme auf den Bus, erkennt der entsprechend ‚programmierte‘ Aktor das er gemeint ist und verhält sich entsprechend, schaltet beispielsweise das Licht an. NeuroomNet wird über einen IP-Busankoppler mit dem KNX Bus verbunden und kann ebenfalls Telegramme auf den Bus legen oder diese empfangen. KNX erfreut sich bei allen Elektro Herstellern großer Beliebtheit. Alle namhaften Hersteller haben vom Schalterprogramm bis zu Hutschienen-Aktoren so ziemlich alles im Programm. Die Vorteile von KNX liegen in seiner Flexibilität, man kann zu jeder Zeit noch ändern welche Lampe von welchem Schalter geschaltet werden soll. Als Nachteil kann man sicherlich sehen, das es nur zur Bauphase vernünftig einzubauen ist, also nur aufwändig in ein bestehendes Gebäude installiert werden kann.
PJLink
PJLink ist ein Standard, um Videoprojektoren und Bildschirme über eine Netzwerkschnittstelle zu konfigurieren. Mit diesem Standard kann eine hersteller- und modellübergreifende Schnittstelle für die Konfiguration und Überwachung von Videoprojektoren genutzt werden, denn er wird von mehr als 100 Projektor-Modellen der beteiligten Hersteller unterstützt. Zu den Funktionen gehört unter anderem das Ein- und Ausschalten von Projektoren, das Auslesen von Lampenstunden, das Umschalten der Quellen etc. Eine List der Hersteller bzw. der unterstützten Geräte findet sich hier: https://pjlink.jbmia.or.jp/english/list.html
DMX / ArtNet
DMX ist ein Protokoll welches traditionell in der Bühnen- und Veranstaltungstechnik genutzt wird. Vom kleinen Theater bis zur riesigen Showbühne wird die Beleuchtung über DMX realisiert. Wobei meist Lichtfarben und die motorisierten Achsen der Kopfbewegten Scheinwerfer über DMX gesteuert werden. Aber es gibt natürlich noch viel mehr Endgeräte und Einsatzzwecke. Beispielsweise kann auch der Vorhang DMX getriggert fallen oder die Nebelmaschine ihren Dienst tun. Durch die zunehmende Verbreitung von LED Licht in Festinstallationen gibt es aber auch immer mehr Anwendungen im Heim oder Corporate Bereich. Man denke zum Beispiel an die Indirekte Beleuchtung im Konferenzraum. NeuroomNet bindet DMX über Netzwerk an, verwendet also das ArtNet Protokoll um direkt mit DMX Geräten zu kommunizieren die ArtNet verstehen, oder man verwendet entsprechende ArtNet-DMX Interfaces. Technisches: DMX kann bis zu 512 Kanäle (ein Universum) von Beleuchtungswerten über ein Kabel steuern. Es funktionierte viele Jahre lang gut, überschritt jedoch schließlich das 512-Kanal-Limit und es erschienen Lichtpulte, die mehrere DMX-Universen unterstützen. Art-Net überwindet die Kanalbeschränkung von DMX, während die Struktur weiterhin genutzt wird. Es ermöglicht den Transport mehrerer DMX-Universen über ein Cat5-Kabel via Ethernet.
Exhibition API
Die Exhibition API ist eine proprietäre NeuroomNet API. Programmierer können darüber ihre Software mit dem NeuroomNet Ökosystem verbinden. Die NeuroomNet Bedienoberfläche kann so direkt visualisieren wie der Zustand der Software ist. Ist zu Beispiel keine Kommunikation zwischen NeuroomNet und der dritt Hersteller Software gegeben, sei dies durch technische Mängel wie ein defektes Netzwerkkabel oder den Absturz der Software kann NeuroomNet dies wie für jede andere Komponente auch, entsprechend visualisieren.
MQTT
MQTT (Message Queuing Telemetry Transport) wurde als einfaches, ressourcenschonendes und zuverlässiges Netzwerkprotokoll für den Austausch von Informationen zwischen Geräten (Machine-to-Machine-Kommunikation - M2M) entwickelt. Es gewährleistet die störungssichere Übertragung von Zuständen (Messwerten), Zustandsänderungen (Ereignisse) und Befehlen (Aktionen) auch bei langsamer oder kurzzeitig unterbrochener Netzwerkverbindung. Große Bedeutung hat es im "Internet der Dinge" (Internet of Things - IOT) erlangt. Dabei werden in der Regel viele kleine und unperformante, stark spezialisierte Endgeräte (Sensoren, Aktoren) miteinander verknüpft, um eine Automatisierungslösung zu bilden. Die Nachrichten werden von einem sogenannten "Broker" verwaltet. Dieser empfängt und sammelt Daten, die die MQTT-Teilnehmer versenden und verteilt sie an angemeldete Endpunkte. NeuroomNet arbeitet mit Brokern ab Protokollversion 3.1 zusammen. Die Unterstützung für Verschlüsselung (TLS) und Authentifizierung ist möglich, aber nur sinnvoll wenn auch Ihre Endgeräte damit arbeiten.
SNMP
Mit SNMP (Simple Network Management Protocol) können Netzwerkgeräte (bspw. Server, Switche, NAS, Drucker) zentral überwacht und gesteuert werden. Informationen, die Ihre Netzwerkkomponenten zur Verfügung stellen, werden in NeuroomNet registriert und aufbereitet. Im Monitoring werden Parameter aufgezeichnet und Sie werden über aufgetretene Fehler informiert. Je nach Konfiguration können auch Aktionen in den Endgeräten ausgelöst werden. NeuroomNet unterstützt zurzeit die Protokollversionen 1 und 2c (Community basiert). Künftig wird es auch möglich sein, Version 3 zu verwenden. Aktuell werden im Wesentlichen standardisierte Einstellungen bzw. Parameter genutzt.